Riedauerstraße 14 | A-4910 Ried im Innkreis | Tel: 07752/85685 | Fax: 07752/70667

Plötzlicher Säuglingstod

Vermeiden Sie

  • Übermäßige Wärmebelastung Ihres Säuglings. Empfohlene Raumtemperatur: 18 - 20 Grad
  • Bauchlage während des Schlafens, Kopfpolster und zu weiche Matratze (Fellunterlage!)
  • Rauchen in Gegenwart Ihres Kindes, besonders in der Schwangerschaft
  • Lassen Sie Ihr Baby nicht allein!

Empfohlen wird

  • Rückenlage während des Schlafens
  • Rauchfreie Umgebung besonders in der Schwangerschaft
  • Temperaturgemäße Kleidung, empfohlene Raumtemperatur: 18 - 20 Grad
  • Stillen Sie Ihr Baby, wenn es Ihnen möglich ist!
  • Harmonische Umgebung und häufiger Körperkontakt
  • Regelmäßige Arztbesuche

Weitere Empfehlungen zur SIDS Vorsorge

  1. Ihr Baby sollte unbedingt auf dem Rücken schlafen, solange es sich noch nicht selbst umdrehen kann. Auch die Seitenlage ist nicht stabil genug, und Schlafen in Bauchlage birgt ein großes Risiko für den Plötzlichen Kindstod. Sie sollten Ihr Baby aber auch auf dem Bauch liegen lassen, solange es wach ist und Sie direkt daneben sind.
  2. Das Rauchen in der Schlafumgebung Ihres Kindes ist unbedingt zu vermeiden. Auch Rauchen in der Schwangerschaft wirkt sich negativ auf die Entwicklung Ihres Babys aus. Kinder aus Raucherfamilien haben ein viel höheres Risiko, am plötzlichen Kindstod zu sterben. Auch sollten Sie es vermeiden, Nikotin in die Umgebung Ihres Kindes durch Kleidung oder Haare „mitzubringen“. Jede Zigarette, die Mutter und Kind aktiv und passiv weniger konsumieren, reduziert das SIDS-Risiko.
  3. Säuglinge sollte im elterlichen Schlafzimmer, jedoch unbedingt in einem eigenen Kinderbett schlafen. Das Gitterbett sollte nicht vor einem Fenster oder Heizkörper stehen. Die Raumtemperatur soll zwischen 18 und 20 Grad Celsius liegen. Eine Überwärmung Ihres Babys erhöht die Gefahr des Plötzlichen Kindstods.
  4. Babys sollten, wenn möglich, in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich gestillt werden. Muttermilch ist die beste Nahrung für Ihr Kind, beugt Allergien vor und stellt sicher, dass Ihr Baby ausreichend Körperkontakt bekommt. Stillen reduziert das Risiko des Plötzlichen Kindstods. Wenn Ihr Baby nicht gestillt wird, achten Sie unbedingt auf altersgerechte Ernährung und ausreichenden Körperkontakt.
  5. Das Gitterbett sollte eine feste, luftdurchlässige, in gutem Zustand befindliche Matratze haben. Geben Sie keine Kopfpolster oder Stofftiere in das Gitterbett. Auch Nester um die Stäbe sollten nicht verwendet werden, weil das Gesicht Ihres Babys bedeckt werden könnte und es dann nicht mehr frei atmen kann. Verwenden Sie keine Kunststoffunterlagen zwischen Leintuch und Matratze – das könnte zu einer Überwärmung Ihres Babys führen. Zum Schutz der Matratze werden Moltontücher empfohlen. Das Kinderbett sollte unbedingt einen Lattenrost haben.
  6. Sie sollten von Anfang an einen Babyschlafsack in der richtigen Größe statt einer Kinderdecke verwenden. Im Schlafsack sollte Ihr Baby wenig anhaben – ein Body oder ein leichter Pyjama genügt. Schlafsäcke gibt es aus verschiedenem Material und als Sommer- und Winterschlafsäcke. Vermeiden Sie unbedingt eine Überhitzung Ihres Babys. Je höher die Umgebungstemperatur, umso leichter der Schlafsack und die Kleidung Ihres Kindes.

Wissenschaftliche Studien haben erwiesen, dass Schnuller beim Einschlafen das SIDS-Risiko stark reduzieren. Wenn sich Eltern für die Verwendung eines Schnullers entscheiden, wird empfohlen, jedes Mal beim Einschlafen einen alters- und kiefergerechten Schnulle zu geben. Schnuller sollten aber erst verwendet werden, wenn sich das Stillen eingespielt hat (zumeist am Ende des ersten Lebensmonats).